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Registrierung / Typisierung

Um Stammzellenspender zu werden, müssen viele Schritte durchlaufen werden. Als erstes sollte man sich bei einer Stammzellspenderdatei registrieren lassen. Die weltweit größte Spenderdatei ist die DKMS (Deutsche Knochenmarksspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH). Deutschlandweit verbreitet gibt es aber auch weitere Spenderdateien. Sämtliche Daten, die bei den einzelnen Spenderdateien erhoben werden, verwaltet das zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland. Ihre Aufgabe besteht darin die Suche nach potenziellen Stammzellspendern zu ermöglichen und arbeitet daher eng mit internationalen Netzwerken zusammen.

Die Registrierung erfolgt auf verschiedenen Wegen. Man kann sich bei einer Typisierung von Initiativgruppen registrieren oder bei einer Firmentypisierung, die vom jeweiligen Betrieb durchgeführt wird. Man kann sich bei den einzelnen Einrichtungen der Spenderdateien registrieren oder fordert bei den Spenderdateien per Post, online oder telefonisch Typisierungsmaterial und eine Einverständniserklärung an. Mit dem Typisierungsmaterial geht man dann zum Arzt des Vertrauens und lässt sich Blut abnehmen, welches dann zu der jeweiligen Spenderdatei zurückgeschickt wird. Bei einer Typisierung werden 5ml Blut abgenommen und in einem Labor auf mindestens vier von sechs Gewebemerkmalen untersucht. Ab da an ist man bei einer Knochenmarksspenderdatei registriert.

Gibt es Übereinstimmungen der untersuchten Gewebemerkmale mit denen des Patienten, so wird beim Spender eine weitere Gewebetypisierung durchgeführt. Erst durch diese Gewebetypisierung wird festgelegt, ob man als Stammzellenspender in Frage kommt. Ist dies der Fall, so muss der Spender einen ausführlichen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, um mögliche Ausschlusskriterien zu bestimmen. Um Spender werden zu dürfen muss man zwischen 18 und 55 Jahre alt sein und in guter körperlicher Verfassung. Berücksichtigt wird auch der Body-Mass-Index. Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislauf-Systems oder Suchterkrankungen gehören unter anderem zu den Ausschlusskriterien. Hat man auch diese Hürde überwunden, wird eine Bestätigungstypisierung durchgeführt, bei der die Blutgruppen von Spender und Patient detaillierter verglichen wird. Nun wird auch das Blut auf bestimmte Infektionserreger, wie zum Beispiel HIV, geprüft. Nach gesundheitlichen Untersuchungen und einer Aufklärung durch einen Arzt erfolgt die endgültige Einverständniserklärung.